Wo sind die Kühe?

...haben sie sich schon mal gefragt, warum unser Café als „Bauernhofcafé“ geführt wird? Auf den ersten Blick ist es nicht sofort ersichtlich, dass es sich bei uns um ein Café mit landwirtschaftlichem Hintergrund handelt ...

Unser Landhaus-Café befindet sich auf dem Gelände einer Forstbaumschule. Eine Forstbaumschule ist die „Kinderstube“ des Waldes. Hier werden vom Samen bis zum Setzling die Voraussetzung für systematische Verjüngung sowie für den Erhalt der genetischen Vielfalt des Waldes geschaffen.

Seit nun mehr als 50 Jahren werden in der hiesigen Forstbaumschule Forstgehölze, Landschaftsgehölze und Heckenpflanzen herangezogen. Es werden Nadelgehölze (z.B. Tannen, Fichten, Kiefern) und Laubgehölze (z.B. Ahorn, Eiche, Buche) ausgesät, die je nach Art nach einem oder zwei Jahren verpflanzt werden. Nach weiteren 1-2 Jahren werden die Pflanzen zur Straßen- und Haldenbegrünung genutzt und stehen zum Weiterverkauf an Baumschulen und Gartencenter bereit. Zur Zeit werden auf den umliegenden Feldern etwa 120 Baumarten „aufgeschult“.

Geschichte der Forstwirtschaft

Die Anfänge der Forstwirtschaft finden sich schon in der Zeit der römischen Besiedlung. Die „Capitulare der villis vel curtis imperii“ - die Landgüterverordnung Karls des Großen, sowie der Nutzwert einiger Gehölze für verschiedene Handwerke und die verheerenden Flurschäden des Dreißigjährigen Krieges führten im weiteren Verlauf zu einer landwirtschaftlichen Produktion von Bäumen. Dabei wurden zunächst geringe Stückzahlen auf einem abgegrenzten Stück des Gehöfts herangezogen.

Stadt- und Flurnamen, die im Mittelalter entstanden sind, wie z.B. Sterkrade (vermutlich: starke Rodung) weisen auf die damalige Bedeutung des Waldes und die Verfügbarkeit von Holz hin.

Wie Sie sehen sind Kühe ...

nicht zwingend ein Merkmal für die Landwirtschaft.

Zur Landwirtschaft gehören vielseitige interessante Bereiche!